Lehrstuhl für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung
Das Team des Lehrstuhls für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung forscht und lehrt zur internationalen und transnationalen Geschichte in einem weit gefassten Sinne. Im Mittelpunkt steht dabei der Zeitraum vom Anfang des 19. bis zur Gegenwart des 21. Jahrhunderts. Besondere thematische Schwerpunkte bilden die Geschichte der Menschenrechte, des Humanitarismus und des humanitären Völkerrechts sowie ganz allgemein die Frage von Krieg und Frieden in den internationalen Beziehungen. Für das 20. Jahrhundert stellen etwa die Geschichte der Weltkriege, die Geschichte der Dekolonisation und die Geschichte des Kalten Krieges weitere Forschungsschwerpunkte dar.
Aktuelles
Gastvorträge im Kolloquium Internationale Geschichte
Florentin Siegert | Potsdam
Parlaments- oder Regierungsarmee? - Die Rolle des Bundestages beim deutschen Engagement in Afghanistan
13. Juli 2026 | 17:45 Uhr
Seminarraum des CHL | Lindenburger Allee 15
"Wenn Krieg zur Gewohnheit wird" - Ein Gespräch über Völkerrecht, Multilateralismus und die Wirkmacht internationaler Normen
Krieg, bewaffnete Interventionen und internationale Spannungen prägen immer stärker unseren Alltag. Wie wirksam sind internationale Normen und das Völkerrecht in dieser Realität? Welche Institutionen können Frieden sichern, und welche Instrumente stehen ihnen zur Verfügung? In unserer Podiumsdiskussion möchten wir diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: Wie funktioniert Völkerrecht (praktisch), welche politischen Rahmenbedingungen sind entscheidend, und welche historischen Erfahrungen können uns Orientierung geben?
Es diskutieren:
Dr. Nico Weber, Dr. Paula Rhein-Fischer, Vanessa Vohs, LL.M. und Prof. Fabian Klose.
Einführende Impulse aus ihren Kernbereichen eröffnen das Gespräch, bevor Moderator Rouven Diekjobst die Diskussion vertieft.
- Wann: 1. Juli, 18:00 Uhr
- Wo: Lorenz-Wielenga-Bibliothek, Akademie für Europäischen Menschenrechtsschutz, Kerpener Str. 30, 50937 Köln
Anmeldung: young.researchers2025(at)gmail.com
Deutschland in der Mitte Europas: 500 Jahre Ringen um Krieg und Frieden
Friedlos - Die Deutschen zwischen Kriegsgewalt und Friedenssuche. Von 1648 bis heute.
Die deutsche Außenpolitik der Gegenwart steht in historischen Traditionen. Über Jahrhunderte war die Mitte Europas Ort der Auseinandersetzung um Frieden und Vormacht. Krieg und Gewalt waren – und sind – Teil dieser Geschichte. Im Scheinwerferlicht der Zeitenwende ein Buch von höchster Aktualität. So wichtig eine verteidigungsfähige Bundeswehr ist, so wenig dürfen Außenpolitik und Diplomatie in den Hintergrund treten, wenn man dem Friedensgebot des Grundgesetzes gerecht werden will. Eckart Conze verbindet in seinem starken geschichtlichen Abriss das Streben nach Frieden mit der Gewalt des Krieges. In historischer Perspektive geht es um die Frage nach deutschen Interessen und der deutschen Rolle in Europa und der Welt.
Eckart Conze liest aus seinem Buch und kommt darüber mit Professor Fabian Klose, Lehrstuhl für Internationale Geschichte und historische Friedens- und Konfliktforschung an der Universität zu Köln, ins Gespräch.
Eckart Conze ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Philipps-Universität Marburg und zählt zu den profiliertesten deutschen Zeithistorikern. An den Universitäten Cambridge, Toronto, Utrecht und Jerusalem hatte er Gastprofessuren inne. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die Geschichte von Adel und Eliten, die internationale Politik vom 18. bis ins 21. Jahrhundert, die Geschichte der Bundesrepublik sowie die Historische Sicherheitsforschung.
Konrad Adenauer Lectures in International History and Law
Prof. Dr. Leora Bilsky | Tel Aviv
Crisis and Change in International Law -
The Case for Reparations after 1945
Interview
Neuerscheinung von Arvid Schors:
"Henry Kissinger. Ordnungsmacht und Deutungshoheit“
Interview mit Arvid Schors über die Rezeption Henry Kissingers im Wissenschaftsportal LISA der Gerda Henkel Stiftung.
Neues Forschungsprojekt!
Global Governance und menschliche Sicherheit neu denken
Die Universität zu Köln und das Nuffield College der Universität Oxford starten wegweisende Forschungsarbeiten zur Geschichte von Global Governance und menschlicher Sicherheit in den 1990er Jahren. Die Alfred Landecker Foundation fördert das neue Projekt mit 4,4 Millionen Euro.
"Wie schreibt man Internationale Geschichte?" - Jetzt als Open Access verfügbar!
Der von Prof. Fabian Klose und Dr. Arvid Schors herausgegebene Sammelband “Wie schreibt man Internationale Geschichte? Empirische Vermessungen zum 19. und 20. Jahrhundert” ist jetzt beim Campus Verlag als Open Access verfügbar.
Am 16. September wurde das Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law (CHL) mit einem Symposium feierlich eröffnet. Im Rahmen der Welcome Reception würdigten Rektor Prof. Joybrato Mukherjee, die Alfred Landecker Foundation und die Mitglieder des Vorstands die neue interdisziplinäre Zusammenarbeit am Center. In zwei Panels wurde anschließend die Leitfrage "Double Standards in International Law?" diskutiert. Die abschließende Keynote-Lecture hielt Samuel Moyn (Yale University) zum Thema "A Letter to Hans Kelsen on the Use of Force". Weiteres auf den Seiten des CHL.
Die Universität zu Köln möchte den Status als Exzellenzuniversität zurückgewinnen. Vor diesem Hintergrund würdigt Rektor Prof. Dr. Joybrato Mukherjee im Rahmen des Jahresempfangs des Rektorats die private Förderung exzellenter Forschung im Rahmen des Colleg Konrad Adenauer und der Hans Kelsen Professur am CHL durch die Alfred Landecker Foundation. Mehr Informationen finden sich hier.
Das neu gegründete Cologne Center for Advanced Studies in International History and Law (CHL) profitiert künftig von der Zusammenarbeit der Universität zu Köln mit der Alfred Landecker Foundation. Die Förderung soll die interdisziplinäre Kooperation zwischen dem Völkerrecht und der Internationalen Geschichte stärken, die bereits intensiv betrieben wird von Professorin Angelika Nußberger, Professor Claus Kreß und Professor Fabian Klose, geschäftsführender Direktor des CHL. Mehr findet sich auf der neuen Homepage des Centers.
Prof. Dr. Fabian Klose wird im Jahr 2024 Visiting Fellow am Oxford Martin Programme on Changing Global Orders sein. Das Oxford Martin Programme on Changing Global Orders bringt internationale Forscher:innen zusammen, um aus historischer und politikwissenschaftlicher Perspektive Antworten auf die Veränderungen globaler Ordnungen in Vergangenheit und Gegenwart zu finden. Weitere Themen und Details finden sich hier.
Seit inzwischen über einem Jahr ermöglicht es die Cologne/Bonn Academy in Exile Wissenschaftler:innen aus der Ukraine, Belarus und Russland, sich auszutauschen und ihre Forschungen in einem sicheren Umfeld weiterzuführen. Mehr...
„Ein neues Feld mit altem Stammbaum“: Mit dem Wissenschaftsportal der Gerda-Henkel-Stiftung, L.I.S.A., haben Prof. Fabian Klose und Dr. Arvid Schors über ihren neuen Sammelband Wie schreibt man Internationale Geschichte? gesprochen.
Professor Klose ist Teil eines internationalen Forschungsteam im Projekt HINT: Humanity internationalized: cases, dynamics and comparisons (1945-1980).
Kontakt
Philosophikum, Raum 4.112
Tel.: 0221-470 5733
sekretariat-klose[at]uni-koeln.de