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Dr. Kerstin Thieler

Kontakt

Büro: Robert-Koch-Straße 41, 50931 Køln (Raum 11, Erdgeschoss)

Telefon:  0221 - 470 76 104

Email: kthieler(at)uni-koeln(dot)de

Für weitere Informationen siehe auch: www.kerstinthieler.de

Sprechstunde

nach Vereinbarung

Kurzbiografie

 
1/2020 -
Post-Doc im Projekt „Kontinuität und Diskontinuität in der Entwicklung der Studienstiftung angesichts der Systembrüche 1933 und 1945“ mit der Studie „Elitenrekrutierung und Vergangenheitspolitik: Die Studienstiftung des deutschen Volkes in der frühen Bundesrepublik (1948-1969)". Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, eingeworben in Kooperation mit Prof. Dr. Habbo Knoch.
11/2016-12/2019
Post-Doc der Forschergruppe im Gesamtprojekt „Geschichte der Universität zu Köln seit 1919“, geleitet von Prof. Dr. Ralph Jessen, Prof. Dr. Habbo Knoch und Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann am Historischen Institut der Universität zu Köln
2015
Sonderpreis des Stiftungsrates der Universität Göttingen für herausragende Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Geschichte der Universität Göttingen
2015
Gerald D. Feldman-Stipendium der Max-Weber-Stiftung für Auslandsrecherchen
2013-16
Post-Doc im Projekt „Die Universität Göttingen nach dem Nationalsozialismus. Vergangenheitspolitische Kommunikation am Beispiel der Fächer Geschichte und Physik (1945–1965)“ | Koordination der Projekte zur NS-Geschichte der Universität Göttingen, angegliedert an die Lehrstühle Prof. Dr. Dirk Schumann und Prof. Dr. Petra Terhoeven
09/2013
Promotion an der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen mit der Arbeit
›Volksgemeinschaft‹ unter Vorbehalt. Gesinnungskontrolle und politische Mobilisierung in der Herrschaftspraxis der NSDAP-Kreisleitung Göttingen.
Betreut durch Prof. Dr. Bernd Weisbrod und Prof. Dr. Habbo Knoch.
Erschienen 2014 im Wallstein-Verlag
2009–13
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Niedersächsischen Forschungskolleg zur NS-‚Volksgemeinschaft′
2006-09
Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung, Graduiertenförderung

Publikationen

Monographien

 
  • ›Volksgemeinschaft‹ unter Vorbehalt. Gesinnungskontrolle und politische Mobilisierung in der Herrschaftspraxis der NSDAP-Kreisleitung Göttingen, Göttingen 2014. Reihe: Veröffentlichungen des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen (Hg. von Dirk Schumann, Petra Terhoeven und Cornelia Rauh), Bd. 29.
  • Ausstellung und Katalog in der Staats- und Universitätsbibliothek zu Göttingen zum Thema: „[…] des Tragens eines deutschen akademischen Grades unwürdig.“. Die Entziehung von Doktortiteln an der Georg-August-Universität Göttingen im „Dritten Reich“. Göttingen 2004, 2. Auflage Februar 2006.
  • Hitler in Göttingen. Die Wahlkampfrede Adolf Hitlers am 21. Juli 1932 im Kaiser-Wilhelm-Park mit Erläuterungen und Dokumenten. Göttingen 2004. (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Göttingen 9, CD-rom).
 

Aufsätze

 
  • „Gesamtpersönlichkeit“ statt „Elite“. Die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Begabtenförderung im 20. Jahrhundert, zusammen mit Habbo Knoch und Enno Schwanke, in: Archiv für Sozialgeschichte 61: Eliten und Elitenkritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert (2021), S. 203-238. Tagungsbericht
  • Neuorganisation des Städtebaus im Zeichen von Aufrüstung und Krieg (1937-1942), zusammen mit Christoph Bernhardt, in: Bernhardt, Christoph/ Bodenschatz, Harald (Hg.): Städtebau und Politik: Altstadterneuerung und Bau neuer Städte (Programm ‚Bauen und Planen im Nationalsozialismus‘ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung), im Erscheinen [2022].
  • Braunschweig: Auflockerung der Altstadt im Kampf um den Sitz der Gauhauptstadt, in: Bernhardt, Christoph/ Bodenschatz, Harald (Hg.): Städtebau und Politik: Altstadterneuerung und Bau neuer Städte (Programm ‚Bauen und Planen im Nationalsozialismus‘ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung), im Erscheinen [2022].
  • „Schramm drüber“. Percy Ernst Schramms vergangenheitspolitisches Engagement zwischen biographischer Ausblendung und politischer Aufklärung, in: Siebeneichner, Tilmann (Hg.), Selbstentwürfe. Neue Perspektiven auf die politische Kulturgeschichte des Selbst im 20. Jahrhundert, Göttingen 2021, S. 23-45. Tagungsbericht
  • The undead ‚old‘ University of Cologne. Narratives of the newly founded University (1919) between claims of historical traditions and progressive concepts in the Weimar Republic, in: Jessen, Ralph/Knoch, Habbo/Ullmann, Peter (Hg.), Visions of Society: New Universities and the Twentieth Century, Köln [ Böhlau-Verlag 2021]. Tagungsbericht
  • „An odd turn of fate“. James Francks Verbindungen zu Göttingen nach seiner Emigration, in: Terhoeven, Petra / Schumann, Dirk (Hg.): Strategien der Selbstbehauptung. Vergangenheitspolitische Kommunikation an der Universität Göttingen, Göttingen 2021 [April], S. 241-268.
  • Gemischtes Doppel. Die Auseinandersetzung des Historikers Percy Ernst Schramm und seiner Frau Ehrengard mit dem Nationalsozialismus zwischen Schuld, Verdrängung und Verantwortung, in: Terhoeven, Petra / Schumann, Dirk (Hg.): Strategien der Selbstbehauptung. Vergangenheitspolitische Kommunikation an der Universität Göttingen, Göttingen 2021 [April], S. 55-99.
  • Wer war in der NSDAP? Die nationalsozialistische Mitgliederpolitik anhand der ‚Partei-Statistik', in: Rhode, Maria / Wawra, Ernst (Hg.): Quellenanalyse. Ein epochenübergreifendes Handbuch für das Geschichtsstudium, Paderborn 2020, S. 408-415.
  • Radikale Studenten, herausgeforderte Professoren, in: Norbert Frei (Hg.): Wie bürgerlich war der Nationalsozialismus? Reihe Jena Center. Geschichte des 20. Jahrhunderts. Vorträge und Kolloquien; Bd. 22, Göttingen 2018, S. 37-52.
  • Die ›Parteizugehörigkeitspsychose‹ und die Entwicklung ›volksgemeinschaftlicher‹ Normen durch die NSDAP, in: Detlef Schmiechen-Ackermann, Marlis Buchholz, Bianca Roitsch, Karl H. Schneider, Christiane Schröder (Hg.): Der Ort der ›Volksgemeinschaft‹ in der deutschen Gesellschaftsgeschichte, Paderborn 2018, S. 207-222.
  • Der lange Weg zur Briefmarke. Max Born und James Franck zwischen politischer Stellungnahme und vergangenheitspolitischen Ehrbezeugungen, in: Dietmar von Reeken / Malte Thießen (Hg.): Ehrregime: Akteure, Netzwerke, Praktiken lokaler Ehrungen in der Moderne, Göttingen 2016.
  • Universitäre Personalpolitik zwischen ideologischer Verfolgung und politischer Anpassung im Nationalsozialismus und ihre Auswirkungen in der Nachkriegszeit, in: Universitätsbund Göttingen e.V. (Hg.): »Ein Vorsprung der uns tief verpflichtet«. Die Wiedereröffnung der Universität Göttingen vor 70 Jahren, Göttingen [2016]
  • Die NSDAP und die Entwicklung ›volksgemeinschaftlicher‹ Normen, in: Anette Blaschke et alii (Hg.): Der Ort der ›Volksgemeinschaft‹ in der deutschen Gesellschaftsgeschichte, Paderborn [2016].
  • Gemeinschaft, Erfahrung und NS-Gesellschaft – eine Einführung, in: Reinicke/Stern/Thieler/Zamzow, Gemeinschaft als Erfahrung. Kulturelle Inszenierungen und soziale Praxis 1930–1960, Paderborn 2014, S. 7-20. > Download
  • Ohne Würde. Die Entziehung von Doktortiteln an der Georg-August-Universität Göttingen im „Dritten Reich“ und der lange Prozess der Rehabilitierung nach 1945, in: Detlef Schmiechen-Ackermann /Hans Otte / Wolfgang Brandes (Hg.): Hochschulen und Politik in Niedersachsen nach 1945, Göttingen 2014, S. 81-94.
  • Architektur der Macht. Die Auseinandersetzung um Oldenburg als Gauhauptstadt, in: Dietmar von Reeken / Malte Thießen (Hg.): „Volksgemeinschaft“ als soziale Praxis. Neue Forschungen zur NS-Gesellschaft vor Ort, Paderborn Juli 2013, S. 157-174.
  • Gesinnungskontrolle in Göttingen. Die NSDAP-Kreisleitung und die Beurteilung der „politischen Zuverlässigkeit“, in: Nicole Kramer / Armin Nolzen (Hg.): Ungleichheiten im „Dritten Reich“: Semantiken, Praktiken, Erfahrungen (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Bd. 28), Göttingen 2012, S. 117-138. | Rezension in der FAZ
  • Volksgenossen unter Vorbehalt. Die Herrschaftspraxis der NSDAP-Kreisleitungen und die Zugehörigkeit zur „Volksgemeinschaft“, in: Detlef Schmiechen-Ackermann (Hrsg.),„Volksgemeinschaft“: Mythos, wirkungsmächtige soziale Verheißung oder soziale Realität im „Dritten Reich“? Propaganda uns Selbstmobilisierung im NS-Staat, Paderborn 2012, S. 211-225.

Herausgeberschaften

 
  • zusammen mit Laura Schibbe Redaktion des ARIADNE-Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte-Hefts 69 zum Thema „FrauenBewegung: Geschlechtergeschichte und Sport“ [Mai 2016]
  • zusammen mit David Reinicke | Kathrin Stern | Gunnar Zamzow (Hg.): Gemeinschaft als Erfahrung. Kulturelle Inszenierungen und soziale Praxis 1930–1960, Paderborn 2014.

Rezensionen

 
  • Rezension zu: Lower, Wendy: Hitlers Helferinnen. Deutsche Frauen im Holocaust, München: Hanser Verlag 2014 (engl. Originaltitel: Hitler’s Furies. German Women in the Nazi Killing Fields, Boston/New York: Houghton Mifflin Harcourt 2013), in: ARIADNE-Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, Heft 67/68 (2015).
  • Rezension zu: Koop, Volker: Hitlers Fünfte Kolonne. Die Auslands-Organisation der NSDAP. Berlin 2009, in: H-Soz-u-Kult, 05.02.2010, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-090
  • Rezension zu: Sebastian Lehmann: Kreisleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein. Lebensläufe und Herrschaftspraxis einer regionalen Machtelite, Bielefeld 2007 (IZRG-Schriftenreihe 13), in: Jan Eckel/Claudia Moisel (Hg.): Universalisierung des Holocaust? Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in internationaler Perspektive, Göttingen 2008 (Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus, Bd. 24)
  • Lektüre zu: Susanne zur Nieden (Hg.), Homosexualität und Staatsräson. Männlichkeit, Homophobie und Politik in Deutschland, 1900–1945, Frankfurt a.M. – New York 2005, in: Historische Anthropologie 14 (2006), H. 2, S. 326.

Forschungsgebiete

  • NS-Gesellschaftsgeschichte

  • Lokale Herrschaftspraxis der NSDAP

  • Stadt- und Architekturgeschichte im 20. Jahrhundert

  • Vergangenheitspolitik in der frühen Bundesrepublik

  • Wissenschaftsgeschichte

Aktuelles

Im Oktober 2021 ist die erste Veröffentlichung im Projekt zur Studienstiftung erschienen:

„Gesamtpersönlichkeit“ statt „Elite“. Begabungskonzepte der Studienstiftung des deutschen Volkes und die post-bürgerliche Elitenbildung des 20. Jahrhunderts,

verfasst zusammen mit Habbo Knoch und Enno Schwanke, im Archiv für Sozialgeschichte 61(2021), S. 203-238, hervorgegangen aus einer Tagung zum Thema „Eliten und Elitenkritik vom 19. bis zum 21. Jahrhundert“.

„Glauben Sie wirklich, daß Hitler ein guter Historiker geworden wäre, wenn er Proseminare in Göttingen besucht hätte?“

Diese Frage stellte Hans Rothfels im Januar 1964 dem Historiker Percy E. Schramm, der durch seine Hitler-zentrierte Serie im SPIEGEL nicht nur in der Fachwelt für Widerspruch gesorgt hatte. Auch der Kabarettist Dieter Hildebrandt nahm sich Schramm in diesem Zusammenhang an. Zu lesen im jüngst erschienenen Aufsatz

 

„Schramm drüber“. Percy Ernst Schramms vergangenheitspolitisches Engagement zwischen biographischer Ausblendung und politischer Aufklärung, in: Siebeneichner, Tilmann (Hg.), Selbstentwürfe. Neue Perspektiven auf die politische Kulturgeschichte des Selbst im 20. Jahrhundert, Göttingen 2021, S. 23-45.

 

Strategien der Selbstbehauptung

Im April 2021 ist ein Band mit den Ergebnissen des Forschungsprojektes mit dem Titel Strategien der Selbstbehauptung. Vergangenheitspolitische Kommunikation an der Universität Göttingen erschienen, hrsg. von Petra Terhoeven und Dirk Schumann.

Darin enthalten sind zwei Aufsätze aus meiner Feder. Der erste zum Physiknobelpreisträger und Emigranten James Francks und seinen Korrespondenz-Partnerinnen und Partnern, darunter Otto Hahn und Lise Meitner:

„An odd turn of fate“. James Francks Verbindungen zu Göttingen nach seiner Emigration.

Der zweite zum innerfamliären und wissenschaftlichen Changieren des Historikers Percy E. Schramm:

Gemischtes Doppel. Die Auseinandersetzung des Historikers Percy Ernst Schramm und seiner Frau Ehrengard mit dem Nationalsozialismus zwischen Schuld, Verdrängung und Verantwortung.

Beide resultieren aus Recherchen in Washington, Chicago, Cambridge, London, Oxford, Hamburg und Göttingen.