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Forschung

Die Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte bewegen sich in der Geschichte des „langen“ 20. Jahrhunderts vor allem in den Bereichen der Gewalt- und Genozidforschung, Moral History und Memory Studies.

-        Zur Gewaltforschung gehören Arbeiten zur Praxeologie und Repräsentation physischer Nahgewalt (Geschichte des Schlagens) und zum Phänomen der genozidalen Gewalt, die beide nach dem Kern den Formen und Gründen des Umschlags zu Gewalt sowie deren Begrenzungen und eskalatorischen Prozessen fragen.

-        Zur Moral History sind Arbeiten zur „inneren Urbanisierung“ um 1900 (u.a. Geschichte der Grandhotels von 1850 bis 1930) und die Vorbereitung eines größeren Verbundprojekts zu „Verrat“ als Ausdruck von Loyalitätskrisen in der Moderne zu rechnen. Beiträge zu einer politischen Kulturgeschichte des Humanitarismus sind u.a. die laufenden Projekte zur „Moralischen Ikonographie des 20. Jahrhunderts“ sowie zur Moralisierung des Konsums seit den 1960er Jahren (Benjamin Möckel).

-        Der Bereich der Memory Studies manifestiert sich derzeit insbesondere in der Arbeit an einem Handbuch zu Gedenkstätten (zus. mit Steffi de Jong), Projekten im Bereich der „Digital Memory“ (u.a. „Memostory 3.0“ zur Erarbeitung digitaler Technologien und Umgebungen des Forschens und Lernens zu Orten der NS-Verbrechen) und einem Forschungsprojekt zur auditiven Dimension von „memorial museums“ (Steffi de Jong).

 

Weitere Forschungsprojekte

-        Geschichte der Universität zu Köln seit 1919 (Projekt-Website)

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte (Auswahl; seit 2010)

-        Mitantragsteller und Teilprojektleiter des Niedersächsischen Forschungskollegs „NS-‚Volksgemeinschaft’? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort“ (Förderung aus Mitteln des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur; zwei Antragsphasen, 2010-2015)

-        Leitung des Forschungsprojekts „Erinnerte Gemeinschaften. Zwangs- und Zufallsgemeinschaften im Konzentrationslager und DP-Camp Bergen-Belsen“, zus. m. Prof. Dr. Claus Füllberg-Stolberg, Leibniz Universität Hannover (Förderung aus Mitteln des Pro­gramms „Pro*Niedersachsen“, 2010-2012)