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Dr. Benjamin Möckel

Lehrstuhl Prof. Dr. Habbo Knoch
Historisches Institut,
Abteilung für Neuere Geschichte
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Kontakt

Gebäude, Raum:  Philosophicum, 3. OG, Raum 3.112

bmoeckel@uni-koeln.de
0221-4704450

blog: https://moralicons.hypotheses.org/
twitter: @bmoeckel

Sprechstunde: Donnerstags, 12-13 Uhr

 

Kurzbiografie

seit 04/2014

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Habbo Knoch (Universität Köln)

08/2018 - 07/2019

Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Oxford Centre for European History

09-10/2018

Gerald D. Feldman-Reisestipendium, Büro des Orient-Instituts Beirut in Kairo (Ägypten)

09-10/2016

 

Gerald D. Feldman-Reisestipendium, Büro der Max-Weber-Stiftung Neu-Delhi (Indien)

 

07/2013 – 03/2014

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt "Die Wunschkindpille in der DDR: Empfängnisverhütung - Familienplanung - Geschlechterbeziehungen" an der Universität Jena (Prof. Dr. Lutz Niethammer / Prof. Dr. Silke Satjukow)

 

11/2013

 

10/2013 – 04/2014

Promotion mit einer Arbeit zum Thema: "Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung. Die Kriegsjugendgeneration in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften"

 

Lehrauftrag an der Universität Göttingen

11/2012 – 03/2013

 

Abschlussstipendium der “Graduiertenschule für Geisteswissenschaften Göttingen”

09/2011 – 12/2011

 

Visiting Research Scholar am Lehrstuhl von Prof. Dr. Mary Fulbrook (University College London)

 

10/2009 – 11/2012

 

Stipendiat am DFG-Graduiertenkolleg Generationengeschichte (Universität Göttingen)

 

08/2008 – 09/2008

 

DAAD-Stipendium für einen Auslandsaufenthalt in Rostow-am-Don und St. Petersburg

 

10/2004 – 09/2009

 

Studium von Mittlerer und Neuerer Geschichte und Philosophie an der Universität Göttingen

 

Publikationen

Monographien:

  • Erfahrungsbruch und Generationsbehauptung. Die 'Kriegsjugendgeneration' in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften, Göttingen 2014. (Rezensionen auf H-Soz-Kult, Sehepunkte, German History, VSWG, Francia, NPL)
     

  • "Nutzlose Volksgenossen"? - Der Arbeitseinsatz alter Menschen im Nationalsozialismus, Berlin 2010. [veröffentlichte Magisterarbeit]
     

Herausgeberschaft:

  • Kirsten Gerland / Benjamin Möckel / Daniel Ristau (Hg.), Generation und Erwartung. Konstruktionen zwischen Vergangenheit und Zukunft, Göttingen 2013.
     

  • Lutz Niethammer / Silke Satjukow (Hg.), "Wenn die Chemie stimmt...": Geschlechterbeziehungen und Geburtenkontrolle im Zeitalter der "Pille", Göttingen 2016 [Mitkonzeption und redaktionelle Bearbeitung des Bandes].
     

Zeitschriftenaufsätze:

Beiträge in Sammelbänden:

  • Shopping against Apartheid: Consumer Activism and the History of AA Enterprises (1986-1991), in: Knud Andresen/Sebastian Justke/Detlef Siegfried (Hg.), Apartheid in Western Europe. Perceptions and Reactions 1948-1994 [erscheint 2020].
     

  • Dilemmas of Moral Markets: Conflicting Narratives in the West German Fair Trade Movement, in: Stefan Berger/Alexandra Przyrembel (Hg.), Moralizing Capitalism. Palgrave Studies in the History of Social Movements, Palgrave Macmillan 2019, S. 267-292.
     

  • "Ökonomische Eigenlogiken“ und „alternative Sachzwänge“: Ökonomisierungsdiskurse im ethischen Konsum seit den 1960er Jahren, in: Rüdiger Graf (Hg.), Ökonomisierung. Debatten und Praktiken in der Zeitgeschichte, Göttingen 2019, S.260-382.
     

  • Partizipationsverweigerung in der Konsumgesellschaft. Boykott und politischer Protest im 20. Jahrhundert, in: Theo Jung (Hg.), Zwischen Handeln und Nichthandeln. Unterlassungspraktiken in der europäischen Moderne, Frankfurt 2019, S.155-183.
     

  • Humanitarianism on Stage: Live Aid and the Origins of Humanitarian Pop Music, in: Joachim Häberlen/Mark Keck-Szajbel/Kate Mahoney (Hg.), The Politics of Authenticity. Countercultures and Radical Movements across the Iron Curtain, 1968-1989.
     

  • The Social Construction of Generations in a Media Society: The Case of Postwar West Germany, in: Susan Aasman/Andreas Fickers/Joseph Wachelder (Hg.), Materializing Memories. Dispositifs, Generations, Amateurs, London: Bloomsbury 2018.
     

  • "Politik mit dem Einkaufskorb". Der Kölner "Dritte Welt Laden" und die Genese ethischer Konsumpraktiken, in: Michaela Keim/Stefan Lewejohann (Hg.), Köln 68! Protest-Pop-Provokation, Mainz 2018, S.398-403.
     

  • Die Jugend der "Stunde Null": Generationalität und Schuldfrage in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften, in: Volker Benkert (Hg.), Unsere Väter, unsere Mütter. Deutsche Generationen seit 1945 [erscheint 2019].
     

  • "Entwicklungshilfe" als Beruf: Wandlungsprozesse der Arbeit im "humanitären Feld" in den 1960er und 1970er Jahren, in: Bernhard Dietz/Jörg Neuheiser (Hg.), Wertewandel in Wirtschaft und Arbeitswelt. Arbeit, Leistung und Führung in den 1970er und 1980er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, S.263-282, Berlin 2017.
     

  • „Die Bewährung der jungen Generation“. Geschlechterbilder in Jugendtagebüchern des Zweiten Weltkrieges und der unmittelbaren Nachkriegszeit, in: Li Gerhalter /Christa Hämmerle (Hg.), Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen 1918-1950, Köln 2015, S.87-107.
     

  • Gemeinschaftsimaginationen. Der Zweite Weltkrieg in Tagebüchern jugendlicher Soldaten, in: Janosch Steuwer/Rüdiger Graf (Hg.), Selbstreflexionen und Weltdeutungen. Tagebücher in der Geschichte und Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts, Göttingen 2015, S.124-142.
     

  • Der Krieg als Generationserfahrung? Jugendliche und die Gewalterfahrung des Zweiten Weltkriegs in den deutschen Nachkriegsgesellschaften, in: David Reinicke, Kathrin Stern, Kerstin Thieler, Gunnar Zamzow (Hg.), Gemeinschaft als Erfahrung. Kulturelle Inszenierung und soziale Praxis, Paderborn 2014, S.157-179.
     

  • The "45ers" as a Generational Remembrance Community, in: Die Arbeit an der Vergangenheit: Das 20. Jahrhundert im Gedächtnis und in der Kommunikation russischer und deutscher Nachkriegsgenerationen, Tscheljabinsk 2014, S.130-138. (in russischer Übersetzung)
     

  • (zusammen mit Kirsten Gerland und Danial Ristau): Die Erwartung. Neue Perspektiven der Generationenforschung, in: Dies. Generation und Erwartung. Konstruktionen zwischen Vergangenheit und Zukunft, Göttingen 2013, S.9-26.
     

  • „Warum schweigt die junge Generation?“ – Die Jugend des zweiten Weltkriegs im Spannungsfeld ambivalenter Generationserwartungen, in: Kirsten Gerland / Benjamin Möckel / Daniel Ristau (Hg.), Generation und Erwartung. Konstruktionen zwischen Vergangenheit und Zukunft, Göttingen 2013, S.158-177.
     

Kleine Beiträge (online):

 

Tagungsorganisationen:

  • (zusammen mit Dr. Michael Homberg und Dr. Daniel Stahl): "Human Rights and Technological Change: Conflicts and Convergences since the 1950s", Internationale Tagung an der Fritz-Thyssen-Stiftung Köln (19.-20. September 2019).
     

  • (zusammen mit Prof. Dr. Silke Satjukow und Prof. Dr. Lutz Niethammer): “When the Chemistry Works“ – Gender Relations and Birth Control in the Age of the Pill (“Wenn die Chemie stimmt” – Geschlechterbeziehungen und Geburtenplanung im Zeitalter der „Pille“), Internationale Tagung an der Friedrich-Schiller Universität Jena (28-29. November 2013).
     

  • (Zusammen mit Kirsten Gerland und Daniel Ristau): Zukünftige Vergangenheit. "Generation" im Spannungsfeld von Imagination und Rekonstruktion, Tagung des DFG-Graduiertenkollegs Generationengeschichte (Göttingen, 6.5.-7.5.2011).
     

Aktuelles Forschungsprojekt:

Die Erfindung des moralischen Konsumenten. Globale Produkte und zivilgesellschaftliches Engagement in Großbritannien und der Bundesrepublik, 1960-1990 (Habilitationsprojekt)

Ob Jutebeutel aus Bangladesch, Kaffeebohnen aus Nicaragua oder der ohne Einsatz von FCKW hergestellte Kühlschrank: die Vorstellung, dass der Kauf bestimmter Produkte – und der bewusste Boykott anderer – eine Entscheidung von hoher ethischer Relevanz darstelle, gewann in den 1960er und 1970er Jahren mehr und mehr an subjektiver Plausibilität. NGOs wie Amnesty International, Greenpeace oder die Anti-Apartheid-Bewegung begannen in diesem Zeitraum, Alltagsgegenstände zu produzieren, deren Konsum Unterstützung für die eigenen politischen Ziele signalisieren sollte. Im „fairen Handel“ wurden global gehandelte Produkte auf ihre sozialen und ökologischen Kosten hin befragt. Nach kurzer Zeit begannen auch kommerzielle Firmen, den ökonomischen Mehrwert einer global-moralischen Markenbildung zu entdecken. Schon für die Zeitgenossen stellte sich die Frage, ob es sich dabei um eine „Moralisierung der Märkte“ oder eine „Kommodifizierung der Moral“ handelte.

Das Forschungsprojekt fragt nach den Verbindungen zwischen Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements und der Entstehung neuer Konsumformen, die als Ausdruck einer auf globalgesellschaftliche Probleme gerichteten Strategie der „Moralisierung des Alltags“ interpretiert werden können. Dabei folgt die Arbeit der These, dass sich die genannten Phänomene in eine Ambivalenz zwischen Konsumkritik und Konsumstil einordnen lassen. Während auf diskursiver Ebene eine Kritik an der westlichen „Konsum- und Überflussgesellschaft“ als Ausgangspunkt des gesellschaftlichen Protestes fungierte, lässt sich auf praxeologischer Ebene eine sukzessive Überführung dieser Kritik in neue, als alternativ inszenierte Konsumpraktiken nachvollziehen.

Das Forschungsvorhaben untersucht diese Phänomene anhand von drei Fallbeispielen: 1.) der Bedeutung von Konsumpraktiken in Menschenrechtskampagnen der 1970er und 1980er Jahre, 2.) der Entwicklung des „fairen Handels“ vom Medium der Kritik globaler Handelsbeziehungen zu einem eigenständigen Markt- und Konsumsegment und 3.) dem Markt für „ökologische“ Produkte, auf dem sich Diskurse über globalökologische Krisenszenarien in ein breit gefächertes Konsumangebot übersetzten.

 

Weiteres laufendes Forschungsprojekt:

DFG-Wissenschaftliches Netzwerk: Ökonomie und Moral: Normativität und Wirtschaftshandeln im langen 20. Jahrhundert.

 

Forschungsgebiete

•    Konsumgeschichte
•    Geschichte der Menschenrechte und globaler sozialer Gerechtigkeit
•    Generationengeschichte
•    Popgeschichte und Geschichte populärer Kulturen
•    Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Erinnerung

Mitgliedschaften

- AG Digitale Geschichtswissenschaft

- Arbeitskreis Geschichte + Theorie

- Netzwerk Generationenforschung

- Netzwerk Verbraucherforschung Nordrhein-Westfalen

- Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

- DFG-Netzwerk: "Ökonomie und Moral: Normativität und Wirtschaftshandeln im langen 20. Jahrhundert" (Antragsteller)

- Arbeitskreise Großbritannien-Forschung