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PD Dr. Knud Andresen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und Privatdozent an der Universität Hamburg. Forschungsschwerpunkte liegen in der Kultur- und Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, besonders zur Geschichte von Arbeitswelten, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen. Zur Zeit u.a. ein Projekt zu bundesdeutschen und schwedischen Unternehmen in Südafrika während der Apartheid.

Dr. Robert Bernsee ist als Akademischer Rat am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Georg-August-Universität Göttingen tätig. Zuvor forschte und lehrte er in Darmstadt und Heidelberg. Seine Forschungsinteressen gelten der Rechts-, Verwaltungs- und Politikgeschichte in kulturhistorischer Perspektive sowie der transatlantischen Wirtschaftsgeschichte. Derzeit bereitet er ein Buch zur Geschichte der Kreativität und des Urheberrechts zwischen 1950 und 1980 vor. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Monografie Moralische Erneuerung. Korruption und bürokratische Reformen, 1780-1820, sowie Aufsätze in international rezipierten Zeitschriften wie Journal of Modern European History, Business History und Administory. Zeitschrift für Verwaltungsgeschichte.

Sören Brandes, Fellow an der International Max Planck Research School for Moral Economies of Modern Societies am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Doktorand an der Freien Universität Berlin. Forscht zur Geschichte des neoliberalen Populismus in den USA und Großbritannien. Veröffentlichungen zu Milton Friedman, neoliberalem Fernsehen und zur Praxeologie des Kapitalismus.

PD Dr. Kerstin Brückweh ist Leiterin der Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989“ am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und zurzeit Fellow am Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien in Erfurt. Sie forscht zu Fragen des Besitzes und des Eigentums im Bereich des Wohnens. In Bielefeld wurde sie mit einer Arbeit zur deutschen Geschichte promoviert (Mordlust. Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert), wechselte dann für sechs Jahre ans Deutsche Historische Institut London, um sich mit der dort entstandenen Schrift „Menschen zählen. Wissensproduktion durch britische Volks­zählungen und Umfragen vom 19. Jahrhundert bis ins digitaler Zeitalter“ anschließend an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zu habilitieren.

Dr. Pierre Eichenberger ist ein Historiker mit besonderem Interesse für die Geschichte des Kapitalismus. Er ist momentan Gastwissenschaftler am Robert L. Heilbroner Center for Capitalism an der New School for Social Reserach in New York. Er hat zur Geschichte der Schweizer Arbeitgeber- und Unternehmensvertretungen, zu Streiks, Sozialpolitik und zur transnationalen Geschichte der Schweiz publiziert. Aktuell schreibt er zusammen mit Thomas David an seinem zweiten Buch, 'Businessmen of the World, Unite!’ The International Chamber of Commerce and the Rise of Global Capitalism in the Twentieth Century. Im August 2020 tritt er eine Stelle als permanent lecturer für Internationale Geschichte an der Universität Lausanne an.

Dr. Sina Fabian ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl “Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus” an der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrem aktuellen Projekt forscht sie zum Alkoholkonsum in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Promotion erfolgte 2015 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zum Konsumverhalten in der Bundesrepublik Deutschland und in Großbritannien in den 1970er- und 1980er-Jahren. Die Studie ist 2016 unter dem Titel “Boom in der Krise. Konsum, Tourismus, Autofahren in Westdeutschland und Großbritannien, 1970-1990" erschienen.

Dr. Jürgen Finger ist Leiter der Abteilung Neuere und Neueste Geschichte am Deutschen Historischen Institut Paris. In seinem aktuellen Projekt untersucht er die Bedeutung von sozialen Normen und Moral in der französischen Ökonomie zwischen Republikgründung und erstem Weltkrieg. In früheren Projekten beschäftigte er sich mit der Bildungs-, Verwaltungs- und Unternehmensgeschichte des Nationalsozialismus. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. „Dr. Oetker und der Nationalsozialismus. Geschichte eines Familienunternehmens 1933–1945“ (C. H. Beck 2013, zus. mit Sven Keller und Andreas Wirsching) und „Eigensinn im Einheitsstaat. NS-Schulpolitik in Württemberg, Baden und im Elsass 1933–1945 (Nomos 2016).

PD Dr. Reinhild Kreis ist Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der deutschen Geschichte des 19. und 20.  Jahrhunderts, der Konsumgeschichte, Protestgeschichte, Geschichte der transatlantischen Beziehungen und der Geschichte der Emotionen. Ihre Habilitationsschrift (abgeschlossen 2018) trägt den Titel:  Selbermachen im Konsumzeitalter. Werte, Ordnungsvorstellungen und Praktiken von den 1880er zu den 1980er Jahren.

Dr. David Kuchenbuch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Skandinavistik in Berlin und Stockholm. Promotion in Oldenburg 2010. Autor von zwei Büchern (Das Peckham-Experiment. Eine Mikro- und Wissensgeschichte des Londoner „Pioneer Health Centre“ im 20. Jahrhundert (2014); Geordnete Gemeinschaft. Architekten als Sozialingenieure. Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert (2010)). Schreibt im Moment an einem dritten, das sich mit der Mediengeschichte des Globalismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts befasst.

Dr. Benjamin Möckel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität zu Köln, z.Z. Feodor-Lynen Stipendiat am Oxford Centre for European History. Dissertation zu NS-Erinnerung und Generationsdiskursen in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften, aktuelles Habilitationsprojekt zur Entstehung ethischer Konsumpraktiken in Großbritannien und der Bundesrepublik seit den 1960er Jahren.

PD Dr. Tim Schanetzky lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und leitet dort ein Forschungsprojekt zur Geschichte der politischen Bildung nach 1945. Er wurde in Frankfurt am Main mit einer Arbeit über den wirtschaftspolitischen Paradigmenwechsel der 1970er Jahre promoviert. In Jena habilitierte sich mit einer vergleichenden Studie über „Regierungsunternehmer“ im NS-Staat und in den USA. Zuletzt erschien von ihm „Kanonen statt Butter“. Wirtschaft und Konsum im Dritten Reich.

PD Dr. Korinna Schönhärl ist Leiterin des Heisenberg-Projekts „Internationale Kulturgeschichte der Steuermoral“ an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. Studium der Geschichte und Germanistik an den Universitäten Regensburg und Thessaloniki. Promotion 2008 an der Goethe-Universität Frankfurt mit einer Arbeit über die Ökonomen im Stefan George-Kreis (Akademie Verlag 2009). Habilitationsschrift zum Thema „Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert“ (Vandenhoeck & Ruprecht 2017). Weitere Themenschwerpunkte sind die Methoden der Historiographie (Systemtheorie, Diskursanalyse, Emotionsgeschichte, Behavrioural Finance) sowie die Geschichte des ökonomischen Denkens. Markenzeichen von Schönhärls Arbeiten ist eine enge Verknüpfung von politik-, wirtschafts- und kulturgeschichtlicher Perspektiven.

Dr. Daniel Stahl ist wissenschaftlicher Sekretär des Arbeitskreises Menschenrechte im 20. Jahrhundert und Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er forscht zur Geschichte des Waffenhandels und des Völkerrechts. Seine Dissertation erschien 2013 unter dem Titel Nazi-Jagd. Südamerikas Diktaturen und die Ahndung von NS-Verbrechen.

Dr. Mischa Suter, z.Z. Visiting Scholar des Schweizerischen Nationalfonds am Graduate Center der City University of New York. Oberassistent am Departement Geschichte der Universität Basel. Dissertation zum Alltag privater Schulden im 19. Jahrhundert, aktuelles Buchprojekt zu Konflikten über das gesellschaftliche Medium Geld in der globalen deutschen Geschichte 1870–1923. Weitere Forschungen zur Geschichte der Ethnopsychologie in der Epoche der Dekolonisierung.

Prof. Dr. Ute Tellmann ist Professorin für Allgemeine Soziologie/Soziologische Theorie an der TU Darmstadt. Sie hat zuvor an den Universitäten Erfurt, Hamburg und Basel geforscht und gelehrt. An der Cornell University hat sie mit einer Arbeit über die Geneaologie der Grenze zwischen Ökonomie und Politik im 19. und 20. Jahrhundert promoviert. Dabei lag der Fokus insbesondere auf den “Grenzobjekten" Bevölkerung und Geld. Ihre Schwerpunkte sind: Soziologie der Zeit, kultursoziologische Erforschung ökonomischer Phänomene, Wissensgeschichte von Ökonomie und Soziologie. Zurzeit arbeitet sie an einem Projekt zur Biopolitik finanzialisierter Schulden.