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Dr. Anna Karla

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Lehrstuhl Prof. Dr. Hans-Peter Ullmann

Historisches Institut
Mittlere und Neuere Geschichte
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Kontakt

Meister-Ekkehart-Straße 11, Raum 2.02
Tel.:  0221-470 7238
Fax: 0221-470 6723

akarla(at)uni-koeln.de

Lehre
  • SoSe 2017: Forschungssemester (keine Lehrveranstaltungen)
  • WS 2016/17 Einführungsseminar "Europakonzepte in der Zwischenkriegszeit"
  • SoSe 2016 Arbeitskurs "Städtebau in der Hochurbanisierung (1880-1930)"
  • SoSe 2015 Einführungsseminar "Bismarck"
  • SoSe 2015 Arbeitskurs "Lektürekurs Max Weber"
  • WS 2014/15 Einführungsseminar "1968. Historische Dimensionen eines internationalen Epochenjahrs"
  • SoSe 2014 Einführungsseminar "1918/19. Politische Kultur zwischen Kaiserreich und Republik"
  • WS 2013/14 Einführungsseminar "Liberté, égalité, publicité. Revolutionsgeschichte als Mediengeschichte 1789-1848"
Sprechstunde

in der vorlesungsfreien Zeit

Dienstag, 21.02., 10-12 h

Dienstag, 07.03. 10–12h

Kurzbiographie

Studium der Geschichtswissenschaften, der Germanistik und der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (2001–2008). Studienjahr an der Sciences Po Paris (2004/05). Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der École des hautes études en sciences sociales mit einer Arbeit zur Zeitgeschichtsschreibung der Französischen Revolution (2013). Teaching assistant an der Sciences Po Paris, Campus Nancy (2011/12), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin (2012/13), seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität zu Köln.

Stipendien und Auszeichnungen

Visiting Scholar am German Historical Institute Washington, D.C. (08-09/2015)

Preis des Deutsch-Französischen Historikerkomitees für die Dissertation (2015)

UoC Postdoc Grant der Universität zu Köln im Rahmen des Zukunftskonzepts der Exzellenzinitiative (2014)

Promotionstipendien des Deutschen Historischen Instituts Paris (2008–2011), der FAZIT-Stiftung (2011/12) und der Gerda-Henkel-Stiftung (2012)

Johann-Gustav-Droysen-Preis für die Magisterarbeit zum Thema "Die Pariser fortifications als Imaginationsort der Moderne (1900–1930)" (2008)

Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes (Studien- und Promotionsförderung, 2004–2011)

Laufende Forschung

Versachlichung der Schuld. Materieller Wiederaufbau im Europa des Versailler Vertrag

(gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung)

Das Forschungsprojekt untersucht das Wechselspiel von Reparationspflichten und Bauarbeiten nach dem Ersten Weltkrieg im Zeitraum zwischen dem Waffenstillstand 1918 und der Konferenz von Lausanne 1932. Dabei dient der Bausektor als methodische Sonde, um einen ambivalenten Wirkungszusammenhang bloßzulegen, den die Geschichtsschreibung zur Zwischenkriegszeit bislang vernachlässigt hat: Die im Versailler Vertrag angedachte Praxis der Reparationen durch Sachleistungen führte dazu, dass das Deutsche Reich zu einem teils imaginierten, teils realen, in jedem Fall aber kontroversen Akteur bei den Aufbauarbeiten auf den ehemaligen europäischen Kriegsschauplätzen wurde. Mit den Aufbaukrediten des Dawes-Plans von 1924 setzte sich die Politisierung des Bauwesens fort. In den späten Zwanziger Jahren bauten deutsche Firmen im vom Krieg am schwersten betroffenen Frankreich und Belgien, aber auch im neutralen Portugal, im neugegründeten Jugoslawien sowie in den europäischen Kolonien zumindest punktuell "auf Reparationskonto". Das Forschungsprojekt untersucht die politischen Forderungen, moralischen Erwartungen, ökonomischen Opportunitäten und symbolischen Aufladungen, die mit dieser Praxis einhergingen. Es zeigt, dass die Grenzen von Außen-, Innen- und Wirtschaftspolitik fließender und Kategorien wie "Kriegsgewinner" und "Kriegsverlierer" hybrider waren als bislang für die Versailler Ordnung angenommen, die in erster Linie eine Nachkriegs- und keine Zwischenkriegsordnung war. Zugleich wird der historische Erfahrungsraum ausgeleuchtet, in dem man nach 1945 Wiederaufbau erneut verhandelte und thematisierte.

Publikationen

Monographie

Revolution als Zeitgeschichte. Memoiren der Französischen Revolution in der Restaurationszeit (Bürgertum Neue Folge 11), Göttingen 2014.

Rezensionen: E. Fehrenbach, in: Historische Zeitschrift 301 (2015), S. 529–531; H. Toth, in: Hsozkult, 20.05.2016; L. Regazzoni, in: Francia Recensio, 2015/2; F. Rausch, in: hypotheses.org, 12.12.2014

Aufsätze 

Westeuropas Wiederaufbau - made in Germany ? Baumaterial aus Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 13 (2016), S. 426–441.

Temporalité du témoignage sur la Révolution française, in: Romantisme 174 (2016), S. 62–71.

Raconter "Varennes" ou comment créer un événement révolutionnaire en 1823, in: La Révolution française 10/2016, URL: http://lrf.revues.org/1600

Die verschlafene Revolution von 1789. Französisch-deutsches Revolutionserzählen im Modus der Zeitgenossenschaft, in: Elisabeth Décultot / Daniel Fulda (Hg.), Sattelzeit. Historiographiegeschichtliche Revisionen (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 52), Berlin / Boston 2016, S. 198–217.

Mémoire et Mémoires de la Terreur", in: Biard, Michel/Leuwers, Hervé (Hg.), Visages de la Terreur. L'exception politique de l'an II, Paris 2014, S. 211-221.

Mémoires d’outre-Rhin. Définitions, adaptations et critiques d’un genre „français“ dans l’Allemagne du XIXe siècle, in: La Licorne 104 (2013), S. 93-104.

Éditer la Révolution sous la Restauration: La collection „Barrière et Berville“, in: Sophie Wahnich (Hg.), Histoire d'un trésor perdu. Transmettre la Révolution française, Paris 2013, S. 129-148.

Zeugen der Zeitgeschichte. Revolutionsmemoiren im Frankreich der Restaurationszeit, in: Sybille Krämer/Sibylle Schmidt/Ramon Voges (Hg.): Politik der Zeugenschaft. Zur Kritik einer Wissenspraxis, Bielefeld 2011, S. 225-242.

Rezensionen, Berichte und Debattenbeiträge 

Rezensionen in: Historische Zeitschrift, Neue Politische Literatur, H-Soz-u-Kult, Das 18. Jahrhundert

Historikertag 2014: Westeuropa im 20. Jahrhundert, in: H-Soz-Kult, 30.01.2015, <http://www.hsozkult.de/debate/id/diskussionen-2607>.

Nachwuchswissenschaft, jeune recherche et les „Mots de l’histoire“, in: Revue de l’Institut Français d’Histoire en Allemagne 4 (2012), S. 204-213.

Mitgliedschaften

Sprecherin des Arbeitskreises Geschichte+Theorie

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

Deutsch-Französisches Historikerkomitee