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  • Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824), Bild: gemeinfrei
  • Wallraf-Richartz-Grabdenkmal, Melaten-Friedhof Köln, Foto: Lisa Jureczko

Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) - Kölner Sammler, Stadtpolitiker und Universitätsrektor

Mit Ferdinand Franz Wallraf steht eine prominente Kölner Persönlichkeit der „Sattelzeit“ (1750-1850) im Fokus des Projekts.

Wallrafs Aktionsfelder in der Stadt waren vielfältig: Er war nicht nur seit 1772 geweihter Priester und unterrichtete am Gymnasium Montanum, sondern seit 1784 auch Professor für Botanik, Naturgeschichte und Ästhetik. 1788 promovierte er in Medizin, fünf Jahre später wählte man ihn zum - wie sich herausstellen sollte - letzten Rektor der alten Universität.

Schon früh wurde Wallrafs Sammelleidenschaft geweckt. Beschränkte sie sich zunächst auf Mineralien und naturgeschichtliche Objekte, weitete sie sich im Lauf der Zeit auch auf Handschriften, gedruckte Werke, Antiken und Kunstgegenstände aus. Allein seine Bibliothek umfasste mehr als 14000 gedruckte Werke – sie bildete den Grundstock der USB Köln.

Sechs Jahre vor seinem Tod vermachte Wallraf seine Sammlung vollständig seiner Heimatstadt Köln. Sie dankte ihm seine Verdienste mit einer Erhebung zum ersten und einzigen „Erzbürger“.

Die wissenschaftliche Relevanz Wallrafs beschränkt sich nicht auf den Kölner Raum: So spielte er u.a. eine zentrale Rolle in den Auseinandersetzungen um die Rückführung der von Napoleon nach Paris verbrachten rheinischen Kunst- und Kulturgüter. Für die Forschung ist eine Beschäftigung mit Wallraf daher nicht allein im Rahmen von Museums- bzw. Sammlungs- und Universitätsgeschichte relevant, sondern auch unter dem Aspekt des Kulturtransfers.

Ausführliche biographische Übersicht als pdf.